Es ist der 17.11.2019 irgendwo in Schleswig Holstein. In einem blauen Finnhaus sitzt Christian vor seinem Laptop und schaut sich seine Wochenbilanz an. Wie am Ende jeder Woche hofft er das er endlich den Durchbruch, und vor allen, den Durchblick erhalten hat um ein anständiger Trader zu werden. Es reicht ihm vollkommen aus das er pro Woche 25 Euro erwirtschaften kann, schließlich sind das im Monat 100 Euro und man kann dies besparen, investieren oder sich kleinen Annehmlichkeiten gönnen wie Kino oder Essen gehen. Er ruft über seinen Metatrader seine Wochenbilanz an über seinen Broker JFD und liest sich die Zahlen durch.

„Mensch, nur 14 Trades in der Woche, das ist ja schonmal ein Anfang!“ dachte sich Christian, in der Vergangenheit hatte er unendlich viele Trades gemacht bis zu 40 Stück in der Woche oder gar am Tag. Das Ergebnis war meistens das Selbe, ob er nun mit 40 Trades 5 Euro gemacht hat oder nur mit 5 Trades 5 Euro, es macht einfach kein Unterschied wenn man kein Setting hat. „Ohne Sinn und Verstand“ sagte er zu sich und er gesteht sich das jede Woche ein wenn er seinen Laptop anschmeisst und seine Bilanzen sieht.

„Die blaue Kurve sieht aus wie ein Kurschart“, dachte er und demzufolge hat er bei 985 Euro einen Boden erreicht und müsste demzufolge steigern, wenn die Gier nicht die überhand gewinnt. Sollte die Gier mehr sein als der Verstand, so wird die Gier den Boden ( Unterstützungslinie ) durchbrechen und die nächste Linie bei 983 Euro berühren. Er schaute sich den Realitve Drawdown an und die Largest profit/Loos Trade an und war an sich zufrieden. Der RD war unter 1% und die Lt/Lt waren fast gleich auf, würde er so weiter machen bliebe er in den Bereich.

Dennoch war Christian nicht zufrieden, aber unzufrieden war er auch nicht. Sein Gefühl lag auf einer Neutralen Zone. Er hatte keine übertriebenen Verluste und hat sich an sein Limit gehalten und das er ein einigermassen Stopp Loss gesetzt hat machte ihn zufrieden. Das er aber dennoch nicht mit „grösseren“ Profit am Ende der Woche ging, stimmte Ihn Traurig.

“ Irgendwas ist ja immer“ sagte er zu sich und musste schmunzeln.“Wo hatte ich denn mal eine gute Woche erwischt“ fragte er sich und holte sich sein komplettes Positionsbericht raus und fügte die Trades in eine Excelltabelle ein und fügte die Summen in ein Digramm ein und seine Kinnlade fiel fast auf den Tisch.

Er hatte keine Lust das Diagramm mit Einheiten zu füttern, er wusste ja was er da sah und was es bedeutet. Was sehr hervorstach war bei der 10 die rote Linie die über die -140 ging, was zu erwarten war, da dieser Tag ein Experiment war, ob er im Stande war ein großen Verlust zu verkraften. Für den ersten Moment empfand er das für hinnehmbar und fühlte sich sicher das, wenn dies der Regelfall gewesen wäre, er ein ruhigen Kopf bewahrt, aber jetzt wo er das nochmal sah, hatte er ein innerliche Unruhe und schwörte sich das dies nicht mehr passieren darf, solange es dem RMM entsprach.

Im Oktober hatte er eine guten Tag bei ca 30€. Er rufte sich den Tag auf und schaute sich die Position auf und legte die Trades auf die Charts an und war verwundert

Christian konnte sich nicht mehr erinnern wie er das geschafft hat. Entweder hat er das nach Gefühl getradet oder die letzten Spitzen als Buy/Sell Stop gesetzt und nach Gefühl beendet. Es hat ihn verwundert , das er nicht erkannt hat ,das es ein steigende Bewegung ist und er eigentlich nur ein Buy Trade hätte machen müssen und keine 9 Trades.

Seine neue Strategie Bildung hat einige gute Früchte gehabt, sie ist aber noch nicht ausgereift und testet einige Indikatoren und rufte sich für sein Selbstbewusstein sein grössten Trade auf, schliesslich muss sein Belohnungssystem im Kopf auch belohnt werden.

M1-Chart

Im M1 Chart hatte er seine Indikatoren angezeigt das der KDJ und Stochastic Indikator auf überverkauft war und die unterste Linie vom Dochain Indikator beruhrt worden ist. Das war für Christian ein Zeichen für eine Kauforder. Der Tageschart hatte das selbe angezeigt wie im M1 und war eine weitere Bestätigung für eine Kauforder.

D1-Chart

Im großen und ganzen war er dennoch zufrieden, minus 3,14 Euro und ist guter Dinge das es nächste Woche bergauf geht. Er klappte sein Laptop zu, denn schliesslich ist Sonntag und Ruhezeit, man soll ja es nun auch nicht Übertreiben. Nächste Woche geht das Trading Irrsinn von vorne los.